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Deutscher Weinbau in Bestform

Die deutschen Winzer können sich freuen



Die deutschen Winzer können sich freuen. Von New York bis Oslo, von Moskau bis Tokio, deutscher Wein ist gefragt wie nie und das vor allem im oberen Preissegment: Ein wichtiges Thema auf Europas wichtigster Weinmesse.

Winzer und Weinhändler aus aller Welt kommen ab Sonntag (16.03.2008) wieder auf der Prowein zusammen. Besonders für deutsche Winzer ist die Messe in Düsseldorf eine Platform, um ihre jüngste Erfolgsgeschichte vorzustellen: Für 635 Millionen Euro kauften Briten, Amerikaner, Japaner und viele andere im vergangenen Jahr rund drei Millionen Hektoliter deutschen Riesling, Müller-Thurgau und Silvaner.

Größter Kunde ist nach wie vor Großbritannien. Das besondere hierbei: der einstige Renner "Liebfrauenmilch" wird zum Auslaufmodell. Vorbei die Zeit des cheap-and-sweet in Flaschen mit kitschigen Etiketten. Auf dem Vormarsch sind die Charaktervollen. Weine, bei denen man schmeckt, wo sie gewachsen sind. Eine zunehmend anspruchsvolle Klientel begeistert sich für mineralischen Riesling vom Schieferboden und für Silvaner mit zartem Schmelz, den der Muschelkalk ihm verleiht.

Das Stichwort dazu heißt Terroir und das hatten bisher die Franzosen gepachtet. Terroir bedeutet soviel wie Ausdruck der Standortfaktoren Boden, Sonnenausrichtung und Mikroklima. Das Interesse an diesen Elementen und das Knowhow dazu ist bei deutschen Winzern stark gewachsen und hat zu mehr Individualität  geführt. Anders gesagt: Weine wie sie in Deutschland wachsen, gibt es nur hier, unnachahmlich, anders als die Flutwellen von Chardonnay und Cabernet Sauvignon aus aller Welt, die zwar oft smart daherkommen, aber allzuoft austauschbar sind.

 

Quelle: www.dw-world.de

 












15.03.2008 19:20

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