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Der Silvaner feiert 350. Geburtstag

Erste Erwähnung im Jahre 1659



Der Silvaner, eine der berühmtesten alten Standard-Rebsorten, feiert in diesem Jahr in Deutschland seinen 350. Geburtstag: Seine Existenz in einem deutschen Weinberg ist erstmals für 1659 in Castell bei Würzburg nachgewiesen.

Von dort breitete er sich vor allem in Franken, Rheinhessen und in der Pfalz aus, wo er allerdings in den vergangenen Jahren an Bedeutung eingebüßt hat. Er duftet nach Stachelbeere, Birne oder nach Heu und kann sich auf schweren Böden zu einem gehaltvollen, körperreichen Wein mit ausgeprägten Duftnoten entwickeln. Wegen ihrer milden Säure liefert die schwere und kompakte Silvaner-Traube, deren Herkunft in Südosteuropa vermutet wird, die Grundlage für einen frischen Wein, der gut zu Fisch, Salat, Spargel oder zu opulenten Speisen passt.

In Rheinhessen, dem größten deutschen Silvaner-Anbaugebiet mit einer Rebfläche von 2 468 Hektar ­ das sind fast zehn Prozent der gesamten Anbaufläche zwischen Mainz, Worms und Alzey ­ ist der Silvaner eine «Leit-Rebsorte». Seit den 80er Jahren wird unter dem Begriff «RS Rheinhessen-Silvaner» ein trockener Wein ausgebaut, dessen Erzeugung strengen Qualitätsrichtlinien unterliegt. Ein Golfturnier für Jedermann am 8. Mai in Mommenheim, die «Rheinhessen-Silvaner-Open», soll auf diese regionale Spezialität im Jahr des 350. «Silvaner-Geburtstages» hinweisen.

 











Der 'Rubens-Typ' unter den Rebsorten: der Silvaner

03.05.2009 08:01

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