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Zu hohe Kohlensäurewerte bei Perlwein

Staatsanwaltschaften ermitteln



Offenbar ist es in Mode gekommen, Perlwein mit zu viel Kohlensäure abzufüllen und dadurch die Sektsteuer zu umgehen. Die Behörden ermitteln.

Wie Spiegel Online berichtet, sind bei Proben der deutschen Untersuchungsämter zahlreiche heimische, aber auch einige ausländische Perlweine mit unzulässig hohen Kohlensäurewerten entdeckt worden. Allein in Rheinland-Pfalz fiel die Hälfte der untersuchten 440 inländischen "Seccos" auf. Teilweise enthielten die Weine Werte von über 2,5 Bar, wodurch sie aus der Perlwein-Kategorie herausfallen, manchmal war sogar die Schwelle zum Sekt (mehr als 3 Bar) überschritten - und im Extremfall wurde in Deutschland bereits Perlwein mit 4 Bar ertappt.

Die Staatsanwaltschaften haben bereits zahlreiche Strafbefehle verhängt, in einem Fall wurde sogar eine Bewährungsfreiheitsstrafe ausgesprochen. Gebüßt wurden bislang allerdings ausschließlich Kellereien; viele Winzer, bei denen ebenfalls Beanstandungen vorkamen, reden sich offenbar erfolgreich mit Fehlern bei der Kohlendioxidgabe heraus. Steuernachzahlungen sind allerdings fällig.

Im Gegensatz zum Perlwein ist für Schaumweine Sektsteuer in Höhe von 1,02 Euro pro 0,75 Liter fällig. Viele Sektkellereien sind deshalb sauer auf die Konkurrenz.

 

Quelle: Wein-Plus.de












Quelle: Photocase.de

06.10.2008 12:48

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